II. Guidelines „Doing Empowerment“ in Projekten sozial engagierter Kunst [Forschung] (von Hubert Eichmann)

Einleitung

Arbeiten mit beteiligten Zielgruppen / Adressaten

Arbeiten mit dem institutionellen Umfeld („Stakeholder“)

Arbeiten mit Medien, um Resonanz in der Fachöffentlichkeit zu finden

Prozessdynamiken in „engagierten“ Projekten

Und nun zu Dir selbst

Einleitung

Der folgende Leitfaden richtet sich an all jene, die Initiativen in Feldern der sozial und / oder politisch engagierten Kunst [Forschung] planen, in denen Menschen oder Gruppen für einen bestimmten Zeitraum direkt ins Projekt eingebunden werden sollen. Wir meinen damit Projekte oder Projektteile, die als Aktion, Intervention, Performance oder z.B. als „Einbindung von Stakeholdern“ deklariert sind und in denen unmittelbar mit Menschen einer bestimmten Zielgruppe (inter-)agiert wird, z.B. mit benachteiligten gesellschaftlichen Gruppen. Auf Basis von Motiven wie Partizipation, Aktivierung oder Empowerment liegt das Ziel in vielen Fällen darin, den anvisierten Adressaten über die Vermittlung neuer Perspektiven und Ausdrucksformen erweiterte Möglichkeiten der sozialen Teilhabe zu geben. Gegenüber Aktivitäten, die sich darauf konzentrieren (beschränken), über einen Kreis von Adressaten oder für diese zu arbeiten (bzw. auch: gegen diese zu agieren), liegt die eigentliche Herausforderung vieler sozial engagierter Projekte darin, mit einer bestimmten Gruppe von Menschen in Verbindung zu treten und die Kontakte auch aufrecht zu erhalten.

Wer sich als KünstlerIn [ForscherIn] mit eigenen Projekten in die „gesellschaftliche Praxis“ vorwagt, sich also nicht auf die bekannten Spielregeln innerhalb des eigenen Feldes beschränkt, kommt zumeist nicht umhin, in direkten Kontakt mit Menschen außerhalb des eigenen Milieus zu treten; seien diese nun Bewohner eines Ortes, Mitglieder einer Organisation, Klienten einer Institution oder soziale (Rand-)Gruppen. Solche Kontakte verlaufen selten konfliktfrei. Mit diesem Leitfaden – der keineswegs vollständig ist und z.B. durch Kommentare und neue Beiträge verbessert werden soll – wollen wir darauf hinweisen, dass die direkte Auseinandersetzung mit oftmals unbekannten Menschen, Gruppen und Institutionen etwas anderes ist als die Untersuchung und Abbildung der Lebenspraxen dieser „Anderen“; dasselbe gilt im Übrigen auch für die Kritik der jeweiligen Praxis oder Institutionen aus einer außen stehenden Position. Die Hinweise im Anschluss sind keine in Stein gemeißelte Prinzipien, sondern lediglich wiederkehrende Kristallisationspunkte, die in Praxis von engagierter Kunst [Forschung] zu bewältigen sind.

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