Nacht Walk — Tina Murg

Nacht Walk versteht sich als performatives Format,

wurde erstmals 2011 für den öffentlichen Raum als partizipatives Projekt im Spannungsfeld von Un.Sicher – Un.Sichtbar konzipiert

und wird im Rahmen von “deconstruct” in Bezug zum Ausstellungsformat weitergeführt.

Ziel der Arbeit ist es Erfahrungsräume zu öffnen, die wiederum Veränderungen in der subjektiven Wahrnehmung bewirken könnenbeziehungsweise auch zu Denkprozessen in Bezug auf EMPOWERMENT anregen.

Nacht Walk wurde 2011 im Rahmen des Projektes Promenadologie

(OGA Offene Galerie ardizón – Tatort Hernals) im öffentlichen Raum durchgeführt:

Die Aneignung des Raumes ist eine körperliche, welche durch reflexive Markierungselemente initiiert wird.Dazu dienen Materialien, wie sie im Straßenbereich, bzw. im Bereich der Sport- und Freizeit-  sowie Kinderbekleidung zum Einsatz kommen.

Reflexive Markierungselemente im urbanen Raum machen sicht- und wahrnehmbar,

bieten „Schutzfunktion“.

Die Wahrnehmung der Sich-In-Bewegung-Setzenden wird auf diese Elemente gelenkt:

Wo und in welcher Form sind Markierungen angebracht?

Welche Funktionen übernehmen diese?

Welche Personengruppen tragen Kleidung mit „markierten Stellen“ im öffentlichen Raum?

Die Bewegung wird durch die jeweilige Berührung der markierten Stellen choreografiert:

Die Bewegungen der Personen zueinander, im Prozess des „Sich- gemeinsam- Fortbewegens, beziehungsweise auch die Bewegung hin zu bzw. weg von Markierungspunkten und -linien, die außerhalb der sich bewegenden Gruppe an unterschiedlichen Objekten angebracht sind.

Im Zuge des performativen Prozesses entwickelt sich durch den Akt der Berührung und der Bewegung innerhalb des (öffentlichen) Raumes, bzw. innerhalb der sich fortbewegenden Gruppe eine Form von Vertrautheit, von „Sich-Vertraut-Gemachtem.“

Dazu bedarf es an Offenheit und einer inneren Haltung des Respekts, die Grenzen und unterschiedliche Bedürfnisse bzw. Herangehensweisen wahrnimmt und sorgsam, wie sensibel damit umgeht.  Gleichzeitig öffnen sich neue Perspektiven, die körperlich erfahren und nachvollzogen werden können. Das Wechseln der Positionen von Innen und Außen –von BetrachterInnenrolle und PerformerInnenrolle – wird dabei bewusst eingesetzt.

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